Achtsamkeit - Glücklichsein

 

In der Motivation steckt das Motiv, für das wir uns bewegen = lat. movere.

So komplex das Phänomen Motivation auch ist, eines ist aus neurobiologischer Sicht gewiss:

Motivation entsteht dann, wenn bestimmte Ereignisse in der Umwelt oder im eigenen Körper durch Zentren des limbischen Systems (hauptsächlich der Amygdala und des mesolimbischen Systems) registriert werden, die dann wiederum auf Zentren unseres Gehirns einwirken, die unser Verhalten steuern. Eine besonders interessante Erkenntnis hierbei ist, dass uns nicht das eigentliche Erleben von positiven Gefühlen oder das eigentliche Erleben negative Gefühle vermieden zu haben motiviert, sondern vielmehr das Streben nach diesen Zuständen. Es ist also die Vorstellung davon, wie wir uns auf dem Weg zur Erreichung eines Zieles fühlen, was uns motiviert. Nicht aber das Ziel selbst!

Entdeckt hat man diese Tatsache erst vor wenigen Jahren, als man die Wirkung von Dopamin untersuchte. Von diesem Botenstoff (Neurotransmitter) nahm man nämlich lange Zeit an, er sei ein reiner „Glücksstoff“. Wissenschaftliche Untersuchungen haben aber gezeigt, dass Dopamin dann ausgeschüttet wird, wenn wir eine Belohnung erwarten. Keine oder eine nur geringe Dopaminausschüttung findet hingegen statt, wenn das angestrebte Ziel erreicht ist. Wenn man sich all dies vor Augen führt, wird auch klar, warum viele Motivationssysteme in den Unternehmen nicht funktionieren.

Die Anreize dieser Systeme sind i.d.R. immer auf das Ziel ausgerichtet, nicht aber auf den Weg, der zum Ziel führt. Würde man die Motivationssysteme in den Unternehmen auf diese Erkenntnisse anpassen, so ginge es vielen Mitarbeitern und Führungskräften besser.

 

Wie ist Ihre Sichtweise und Reaktion in einer schwierigen Situation?

 

Die persönliche Motivation ist eng mit der persönlichen Wahrnehmung verknüpft. Sehe (und benenne) ich das viel zitierte Glas "halbvoll" oder "halbleer"?

 

Hier einige Beispiele, um die persönliche Sichtweise zu erweitern:

Wie viele Würfel sehen Sie?

Gelingt es Ihnen, nicht nur die 7 Würfel mit der gelben Oberseite zu sehen, sondern auch jene Würfel, die ähnlich einer Traube von der Decke hängen? Wie viele sind es dann?

Die Lösung finden Sie hier am Ende der Seite.

 

Ich selbst ertappe mich in anstrengenden Lebensphasen immer wieder dabei, zunächst nur das Schwierige und Unangenehme zu sehen. Sobald ich mich ertappe, ist der entscheidende Schritt schon passiert, denn dann blicke ich aus der Vogelperspektive auf mich und sehe, dass der Umstand eine wunderbare Gelegenheit ist, wieder etwas dazu zu lernen. Das kann ein Stück Geduld sein, eine Portion Gelassenheit, die Chance NEIN zu sagen (oder JA) uvm.

 

"Das Leben ist zu kostbar, um klein zu sein!"